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Schüleraustausch Ostern 1988 in Pontaumur
Das nächste Treffen war, wie schon erwähnt, der Schüleraustausch vom 31.03-06.04.1988 in Pontaumur.
Diesmal waren unsererseits 2 Senioren erstmals mit in Pontaumur, welche ja noch die Feuertaufe bestehen mußten. Diese begann bei André Quinty und wurde fortgesetzt in der Kaserne, bei der Feuerwehr sowie bei Aimé Casas und Gironnet.
Nach Empfang der ‚Heiligen Kommunion sind sie dann eingeweihte Mitglieder im Freundeskreis. Am Ostersamstag fuhren wir morgens zum Viaduct des Fades. Anschließend ging es nach St. Georges, wo Roudaire in seiner Zweigstelle (Schuhgeschäft) zu einem Umtrunk eingeladen hatte. Dann fuhren wir noch zu den schönsten Aussichtspunkten mit Blick auf den Stausee. Zum Mittagessen waren wir wieder zurück in Pontaumur. Nach dem Mittagessen folgte das traditionelle Fußballspiel der Schüler von Pontaumur und Niederwerth mit anschließendem Umtrunk. Abends beim Bunten Abend war der offizielle Empfang bei Essen, Trinken, Musik und Gesang bis gegen Mitternacht.
Sonntag Morgen folgten wir einer Einladung des Pfarrers und der Gemeinde St. Hillaire zur Ostermesse mit anschließendem Apéritif im Gemeindesaal, wobei hauptsächlich die Gastfreundlichkeit der Kirchengemeinde und des Pfarrers zum Ausdruck kam.
Der Nachmittag stand zur freien Verfügung (privates Familienprogramm). Am Ostermontag folgte dann eine Tagestour zum Wintersportgebiet Puy-Sancy und am Dienstag eine Fahrt nach Clermont-Ferrand mit Besichtigung der Michelin-Werke mit anschließendem Stadtbummel. Abends folgte dann die offizielle Verabschiedung.
Jubiläumsfeier zum 10-jährigen Bestehen in Niederwerth 1988
Das nächste Freundschaftstreffen war dann das zehnjährige Jubiläum der Partnerschaft in Niederwerth in der Zeit vom 29.07. bis 02.8.1988. Wieder einmal wurde der Freitag (29.07.) zu einem denkwürdigen Tag in der Freundschaft Pontaumur-Niederwerth.
Zur offiziellen Feierstunde war der neu renovierte Saal in der Rheinschanz bis auf den letzten Platz besetzt. Die Mitwirkung des Musik- und Gesangvereins sowie des Baletts des Karnevalsvereins verlieh dem Abend einen würdigen Rahmen. Abwechselnd zwischen Musik und Gesang kamen die Vertreter des Vereins, der Gemeinde und der Partnerschaftskomitees beider Seiten mit ihren Ansprachen zu Wort. Dann folgte der Austausch der Gastgeschenke und daran anschließend der Sturm auf das große Kalte Buffet, zubereitet von Erich Stein. Dann wurde bis 2.00 Uhr in der Nach noch das Tanzbein geschwungen, wobei die Original Niederwerther Blasmusik für Stimmung sorgte.
Der Samstag stand ganz im Zeichen des Fußballfreundschaftsspiels Niederwerth-Pontaumur, wobei das anschließende gemütliche Beisammensein mit Umtrunk (Rotwein) und kleinem Imbiß in jedem Fall wichtiger als das Spielergebnis war. Abends war dann der Auftakt des Schützenfestes im Festzelt. Einige unserer Freunde waren wegen konditionellen Schwierigkeiten nicht mehr dabei. Dies konnten sie aber am Sonntag den ganzen Tag über bei Musik, Tanz und Fröhlichkeit nachholen.
Montags machten wir dann eine Westerwaldtour mit dem Bus, welche mit der Besichtigung der Geranienzucht Fischer in Hillscheid begann. Mit Essen, Trinken und Fröhlichkeit in der Garage von Norbert Saal ging es weiter. Danach folgte eine Fahrt über die Höhen des Westerwaldes in das Lahntal nach Bad Ems. Hier hielt man sich eine Stunde auf und fuhr weiter nach Koblenz. Der Abschluß bei Tanz und Musik im Weindorf zog sich bis 22.00 Uhr hin.
Der Dienstag, 02.08., der letzte Tag ihres Aufenthaltes, stand dann zur freien Verfügung. Aufgeteilt in kleine Gruppen hatten alle ihr eigenes Programm. Abends, bei der Verabschiedung, saßen alle wieder fröhlich beisammen. Kurz nach Mitternacht fuhren sie dann ab.
Überreichung der Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz an Matthias Kesselheim
Im Rahmen einer kleinen Feierstunde wurde am 07.09.1988 im Alten Haus aufm Nippes in Vallendar die Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz für besondere Verdienste in Sachen deutsch-französische Freundschaft und Partnerschaften an Matthias Kesselheim verliehen.
Die Verleihungsurkunde, unterzeichnet von Ministerpräsident Bernhard Vogel, wurde vom Kreisdeputierten Koggel überreicht.
Schüleraustausch 1989 in Niederwerth
Im Jahr 1989 gab es ein offizielles Freundschaftstreffen (Schüleraustausch in Niederwerth) sowie ein privates Treffen alter Freunde in Pontaumur und Niederwerth. Der Schüleraustausch verlief, obwohl die Jüngsten erst 11 Jahre alt waren, problemlos.
Das erstellte Programm für diese Tage enthielt: Begrüßung mit Kaffee und Kuchen, Bunter Abend mit gutem Essen und Musik zur Unterhaltung, Familientag, Besuch im Zoo Neuwied, Tagestour zum Holidaypark nach Hassloch, Fußballtag und noch einmal musikalische und gesangliche Unterhaltung beim Abschiedsabend.
Besuch in Pontaumur 1990
Die nächste Begegnung war dann vom 12. bis 18.04.1990. Beteiligt waren 46 Personen, davon 10 mit PKW. Empfangen wurden wir in der Schule für Agrarwirtschaft, wo wir nach dem Frühstück mit Kaffee und Kuchen von den Gastgeberfamilien abgeholt wurden.
Beim Bunten Abend im Festsaal wurden unsere Frauen mit roten Rosen begrüßt. Für Unterhaltung sorgte eine 5-Mann-Kapelle. Für das leibliche Wohl sorgte ein reichhaltiges Buffet sowie ein roter Spätburgunder und ein Roséwein aus der Auvergne. Die passenden Begrüßungsworte und Worte des Dankes sprachen die Vertreter der beiden Partnerschaftsausschüsse und der Gemeinde, wobei Alfons Klöckner erstmals als Bürgermeister auftrat.
Er konnte mitteilen, daß der Gemeinderat Niederwerth beschlossen hat, im nächsten Jahr einen Pontaumur-Platz einzurichten, wozu er schon jetzt die offiziellen Vertreter von Pontaumur herzlich einlud.
Ein Volvic-Stein sollte diesen Platz verschönern, der bei diesem Besuch auch in Volvic ausgesucht und bestellt wurde. Als Überraschung wurde beim Fußballspiel eine Gedenktafel des Deutsch-Französischen Jugendwerks mit Europawappen und der Aufschrift Partnerschaft Pontaumur-Niederwerth enthüllt.
Nachdem bei unserem Besuch zu Ostern in Pontaumur der Volvic-Stein für den Pontaumur-Platz in Niederwerth ausgesucht und bestellt worden war, wollten unsere Freunde uns mit der Überbringung des Steines zum Schützenfest im gleichen Jahr überraschen. Dies vertrauten sie Matthias Kesselheim an, der die Sache auch bis Anfang Juli für sich behielt. Dann wurde eine amtliche Bestätigung seitens der Gemeinde für den Zoll erforderlich, so daß die Geheimhaltung nicht mehr möglich war.
Am Schützenfestsamstag kamen André Quinty, Quino Arrieta und Gérard Faure gegen 15.00 Uhr dann mit dem Stein bei uns an. Abends, beim Umzug der Schützen, wurde der Stein erstmals der Bevölkerung vorgestellt und die drei Überbringer offiziell begrüßt. Während eines Umtrunks für alle Anwesenden bedankte sich Bürgermeister Alfons Klöckner mit einigen Worten und einem kleinen Weinpräsent bei den drei Überbringern. Diese machten uns ihrerseits eine Überraschung und zwar die Marmorplatte auf dem Stein mit den beiden Gemeindewappen und der Aufschrift ‚Partnerschaft 1977 vom Partnerschaftskomitee und den Transport mit dem Kleintransporter von der Gemeinde Pontaumur zum Geschenk.
20 Jahre Freundschaft Niederwerth-Pontaumur 1991
Dann kam das Jahr 1991. Es ist das 20. Jahr der Freundschaft Pontaumur-Niederwerth und wurde zu einem Höhepunkt der Freundschaft.
Zuerst fand ein Schüleraustausch vom 28.03. bis 03.04.1991 in Pontaumur statt. Insgesamt nahmen 48 Personen teil, wovon ca. die Hälfte Schüler waren. Für unsere Freunde war es schwierig, für eine gemischte Gruppe von 6-60 Jahren ein Programm zu erstellen. Hinzu kam noch, daß die Schüler aus Pontaumur diesmal keine Ferien hatten und somit der Zeitpunkt für unsere Freunde in Pontaumur nicht ganz glücklich war.
Wenn das Programm für den Bunten Abend vielleicht etwas mehr für Erwachsene ausgerichtet war, so kann man doch von dem Restprogramm mit Fahrt zum Viaduct des Fades, nach Clermont-Ferrand mit Besichtigung der Kathedrale und des Kalksteinmuseums, Auferstehungsmesse in deutsch und französisch, Familientag, Fußball für die Jugend (in 2 Altersklassen), Tagestour mit Besichtigung eines großen Wasserkraftwerkes und Museum für Radio und Phonotechnik sowie des Wasserschlosses ‚Château de Val nicht sagen, daß dies kein Programm für Schüler war.
Rhein in Flammen 1991
Zu diesem Ereignis hatten wir 50 Freunde aus Pontaumur zu Gast. Um 20.15 Uhr begann der Festakt mit der Enthüllung des neuen Partnerschaftsortsschildes an der Brücke (Ortseingang), wobei Bürgermeister Alfons Klöckner einige einleitende Worte sprach.
Mit Musik ging es zum Platz, wo zunächst ein kleiner Umtrunk mit Imbiß für alle Anwesenden serviert wurde. An der Festbeleuchtung und dem Fahnenschmuck der Häuser sowie der zahlreich erschienen Bevölkerung war zu erkennen, daß die Bürger von Niederwerth dieses Ereignis mit Interesse verfolgten.
Nach den Festansprachen der beiden Bürgermeister und der Vorsitzenden der Partnerschaftsausschüsse sowie den Glückwünschen vom Freundeskreis Vallendar-Cercy-la-Tour überreichte Verbandsbürgermeister Udo Bachmann eine Urkunde der Anerkennung und des Dankes vom Ministerpräsidenten des Landes Rheinland-Pfalz, Rudolf Scharping, an Aimé Roudaire von Pontaumur, dem zusammen mit Matthias Kesselheim aus Niederwerth diese Freundschaft und Partnerschaft zu verdanken ist.
Dann überreichte Bürgermeister Gironnet gleich 3 Anerkennungsurkunden, unterzeichnet vom Regierungsrat des Landes der Auvergne, Abgeordneter im Europaparlament und Präsident der République Francaise von 1974-1981, Valéry Giscard dEstaing an Matthias Kesselheim und an Bürgermeister Alfons Klöckner persönlich sowie eine Vergrößerung, die im Sitzungssaal des Gemeinderates aufgehangen werden sollte.
Am Schluß präsentierte sich noch eine Folkloretanzgruppe aus Pontaumur mit einem Trachtentanz aus der Auvergne. Die ganze Zeremonie, einschließlich dem Hissen der drei Flaggen, wurde abwechselnd von Musikstücken der Original Niederwerther Blasmusik und Gesangsvorträgen des Männergesangvereins Cäcilia Eintracht Niederwerth feierlich umrahmt. Nach diesem Auftakt gingen dann unsere Freunde mit ihren Gastgeberfamilien sowie den geladenen Gästen der Vereine und Gemeinde in den geschmückten Festsaal ‚Zur Rheinschanz, wo dann noch bis um 2.00 Uhr bei Musik und Tanz gefeiert wurde.
Auch das restliche Besucherprogramm für unsere Freunde konnte sich sehen lassen. Samstags fand die Teilnahme an der Großveranstaltung ‚Rhein in Flammen auf einem Schiff der Gilles-Flotte statt. Sonntags, den 11.08. war Fußballtag. Es spielten die Senioren, die Alten Herren und eine Damenauswahl von Niederwerth und Pontaumur. Montags fand eine Besichtigung der Burg Eltz in deutscher und französischer Sprache statt. Auf der Rückreise wurde in Winningen für 2 Stunden eine Pause eingelegt, wobei die Wirkung des Moselweins voll zur Wirkung kam. Am Dienstag (13.08.) fuhren wir mit dem Lokalboot Gilles nach Koblenz, wo man nach einer interessanten Führung durch die Altstadt im Biergarten landete. Abends, nach der Verabschiedung, setzte sich ihr Bus gegen 1.00 Uhr in der Nacht zur Heimfahrt in Bewegung. Nach dieser großartigen Begegnung befaßte sich der Partnerschaftsausschuß mit dem Brief des SVN.
Auf der Sitzung vom 05.11.1991 wurde zunächst abgesprochen, wie es ohne die Mitwirkung des SVN weitergehen sollte. Matthias Kesselheim und Wim Bähner gingen zu einer Aussprache mit dem Vorstand des SVN in das Gasthaus ‚Zur Rheinfahrt mit dem Ergebnis, daß die Freunde der Partnerschaft eine eigene Interessengemeinschaft innerhalb des Sportvereins bilden, um die Verbindung zum Deutsch-Französischen Jugendwerk über den Deutschen Sportbund aufrecht zu erhalten.
Der Partnerschaftsausschuß hat dann im weiteren Verlauf seiner Sitzung eine Vollversammlung für alle bisher Beteiligten und auch neue Interessenten auf Freitag, den 27.12.1991 abends um 19.00 Uhr im Gasthaus Schemmer angesetzt. Für die Freundschaft und Partnerschaft beginnt ein neuer Abschnitt. Die Vollversammlung am 27.12.1991 für alle Interessenten brachte folgendes Ergebnis:
· Neuer Name: ‚Freundeskreis Niederwerth-Pontaumur
· Der Freundeskreis ist eine eigenständige Interessengemeinschaft innerhalb des Sportvereins.
· Es wird ein Mitgliedsbeitrag erhoben, der für Einzelpersonen DM 12,-- und für Familien DM 25,-- inkl. Kinder bis 18 Jahre) beträgt. Das Stimmrecht in letzterem Fall gilt jedoch nur für 2 Personen.
Es waren zwar nur 35 Personen anwesend, die jedoch zum Teil Freundin und Ehepartner mit eintrugen, so daß man auf 53 Mitglieder kam. Es waren aber auch noch einige Interessenten, welche ihr Mitmachen schon signalisiert hatten, an diesem Abend jedoch verhindert waren.
Als Vereinslokal wurde das Gasthaus Schemmer vorgeschlagen und einstimmig angenommen. Für den Ausschuß, aus dem auf der ersten Hauptversammlung der Vorstand gewählt werden sollte, wurden 15 Personen vorgeschlagen. Dieser Ausschuß traf sich am 12.01.1992 im Vereinslokal zwecks Ausarbeitung einer Vereinssatzung. Die erste Vollversammlung wurde auf Freitag, den 13.03.1992 angesetzt, welche dann später wegen Terminschwierigkeiten auf Mittwoch, den 11.03.1992 vorverlegt wurde.
Auf dieser Vollversammlung wurde dann der Anfang für eine Neugestaltung gemacht. Es ist grundsätzlich keine neue Vereinsgründung, sondern eine Erweiterung dessen, was seit dem 29.07.1972 schon besteht.
Gründungsversammlung des Freundeskreises am 11.03.1992
Am 11.03.1992 fand im Gasthaus ‚Zur Rheinschanz die Gründungsversammlung des Freundeskreises Niederwerth-Pontaumur statt.
Die Vereinigung will die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Niederwerth und Pontaumur pflegen und damit zur Festigung und Vertiefung der deutsch-französischen Beziehungen beitragen.
Nachdem sich die sehr zahlreich erschienenen Besucher im Festsaal zusammengefunden hatten, konnte die Versammlung um 20.15 Uhr durch Matthias Kesselheim eröffnet werden. Er hielt noch einmal Rückschau auf die Entstehung und Entwicklung der Partnerschaft, welche offiziell auf Vereinsebene am 29.07.1972 begann.
Im Anschluß stellte nun Wim Bähner eine von Mitgliedern des Freundeskreises ausgearbeitete Satzung vor, die nach eingehender Erläuterung und Diskussion einstimmig verabschiedet wurde.
Sodann schritt man zum wohl wichtigsten Punkt der Tagesordnung, zur Wahl des geschäftsführenden und erweiterten Vorstandes. Nun standen noch einige Programmpunkte auf der Tagesordnung wie z.B. der anstehende Schüleraustausch zwischen Niederwerth und Pontaumur vom 16.-21.04.1992. Es wurden in diesem Zusammenhang einige Programmpunkte erläutert und interessante Anregungen entgegengenommen, die in den nächsten Wochen noch konkretisiert wurden. Gegen Ende der Versammlung konnte unser erster Vorsitzender als kleines Bonbon noch die stolze Mitgliederzahl von 101 Personen präsentieren, die von den Anwesenden mit regem Beifall quittiert wurde.
Zuguterletzt wurde noch der Termin für die nächste Vorstandsversammlung beschlossen. Diese fand am Mittwoch, den 25.03.1992 um 20.00 Uhr im Gasthaus ‚Zur Rheinschanz statt.
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