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Die Jahre 1988 - 1996

Schüleraustausch Ostern 1988 in Pontaumur

Das nächste Treffen war, wie schon erwähnt, der Schüleraustausch vom 31.03-06.04.1988 in Pontaumur.

Diesmal waren unsererseits 2 Senioren erstmals mit in Pontaumur, welche ja noch die Feuertaufe bestehen mußten. Diese begann bei André Quinty und wurde fortgesetzt in der Kaserne, bei der Feuerwehr sowie bei Aimé Casas und Gironnet.

Nach Empfang der ‚Heiligen Kommunion sind sie dann eingeweihte Mitglieder im Freundeskreis. Am Ostersamstag fuhren wir morgens zum Viaduct des Fades. Anschließend ging es nach St. Georges, wo Roudaire in seiner Zweigstelle (Schuhgeschäft) zu einem Umtrunk eingeladen hatte. Dann fuhren wir noch zu den schönsten Aussichtspunkten mit Blick auf den Stausee. Zum Mittagessen waren wir wieder zurück in Pontaumur. Nach dem Mittagessen folgte das traditionelle Fußballspiel der Schüler von Pontaumur und Niederwerth mit anschließendem Umtrunk. Abends beim Bunten Abend war der offizielle Empfang bei Essen, Trinken, Musik und Gesang bis gegen Mitternacht.

Sonntag Morgen folgten wir einer Einladung des Pfarrers und der Gemeinde St. Hillaire zur Ostermesse mit anschließendem Apéritif im Gemeindesaal, wobei hauptsächlich die Gastfreundlichkeit der Kirchengemeinde und des Pfarrers zum Ausdruck kam.

Der Nachmittag stand zur freien Verfügung (privates Familienprogramm). Am Ostermontag folgte dann eine Tagestour zum Wintersportgebiet Puy-Sancy und am Dienstag eine Fahrt nach Clermont-Ferrand mit Besichtigung der Michelin-Werke mit anschließendem Stadtbummel. Abends folgte dann die offizielle Verabschiedung.

Jubiläumsfeier zum 10-jährigen Bestehen in Niederwerth 1988

Das nächste Freundschaftstreffen war dann das zehnjährige Jubiläum der Partnerschaft in Niederwerth in der Zeit vom 29.07. bis 02.8.1988. Wieder einmal wurde der Freitag (29.07.) zu einem denkwürdigen Tag in der Freundschaft Pontaumur-Niederwerth.

Zur offiziellen Feierstunde war der neu renovierte Saal in der Rheinschanz bis auf den letzten Platz besetzt. Die Mitwirkung des Musik- und Gesangvereins sowie des Baletts des Karnevalsvereins verlieh dem Abend einen würdigen Rahmen. Abwechselnd zwischen Musik und Gesang kamen die Vertreter des Vereins, der Gemeinde und der Partnerschaftskomitees beider Seiten mit ihren Ansprachen zu Wort. Dann folgte der Austausch der Gastgeschenke und daran anschließend der Sturm auf das große Kalte Buffet, zubereitet von Erich Stein. Dann wurde bis 2.00 Uhr in der Nach noch das Tanzbein geschwungen, wobei die Original Niederwerther Blasmusik für Stimmung sorgte.

Der Samstag stand ganz im Zeichen des Fußballfreundschaftsspiels Niederwerth-Pontaumur, wobei das anschließende gemütliche Beisammensein mit Umtrunk (Rotwein) und kleinem Imbiß in jedem Fall wichtiger als das Spielergebnis war. Abends war dann der Auftakt des Schützenfestes im Festzelt. Einige unserer Freunde waren wegen konditionellen Schwierigkeiten nicht mehr dabei. Dies konnten sie aber am Sonntag den ganzen Tag über bei Musik, Tanz und Fröhlichkeit nachholen.

Montags machten wir dann eine Westerwaldtour mit dem Bus, welche mit der Besichtigung der Geranienzucht Fischer in Hillscheid begann. Mit Essen, Trinken und Fröhlichkeit in der Garage von Norbert Saal ging es weiter. Danach folgte eine Fahrt über die Höhen des Westerwaldes in das Lahntal nach Bad Ems. Hier hielt man sich eine Stunde auf und fuhr weiter nach Koblenz. Der Abschluß bei Tanz und Musik im Weindorf zog sich bis 22.00 Uhr hin.

Der Dienstag, 02.08., der letzte Tag ihres Aufenthaltes, stand dann zur freien Verfügung. Aufgeteilt in kleine Gruppen hatten alle ihr eigenes Programm. Abends, bei der Verabschiedung, saßen alle wieder fröhlich beisammen. Kurz nach Mitternacht fuhren sie dann ab.

Überreichung der Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz an Matthias Kesselheim

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde wurde am 07.09.1988 im Alten Haus aufm Nippes in Vallendar die Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz für besondere Verdienste in Sachen deutsch-französische Freundschaft und Partnerschaften an Matthias Kesselheim verliehen.

Die Verleihungsurkunde, unterzeichnet von Ministerpräsident Bernhard Vogel, wurde vom Kreisdeputierten Koggel überreicht.

Schüleraustausch 1989 in Niederwerth

Im Jahr 1989 gab es ein offizielles Freundschaftstreffen (Schüleraustausch in Niederwerth) sowie ein privates Treffen alter Freunde in Pontaumur und Niederwerth. Der Schüleraustausch verlief, obwohl die Jüngsten erst 11 Jahre alt waren, problemlos.

Das erstellte Programm für diese Tage enthielt: Begrüßung mit Kaffee und Kuchen, Bunter Abend mit gutem Essen und Musik zur Unterhaltung, Familientag, Besuch im Zoo Neuwied, Tagestour zum Holidaypark nach Hassloch, Fußballtag und noch einmal musikalische und gesangliche Unterhaltung beim Abschiedsabend.

Besuch in Pontaumur 1990

Die nächste Begegnung war dann vom 12. bis 18.04.1990. Beteiligt waren 46 Personen, davon 10 mit PKW. Empfangen wurden wir in der Schule für Agrarwirtschaft, wo wir nach dem Frühstück mit Kaffee und Kuchen von den Gastgeberfamilien abgeholt wurden.

Beim Bunten Abend im Festsaal wurden unsere Frauen mit roten Rosen begrüßt. Für Unterhaltung sorgte eine 5-Mann-Kapelle. Für das leibliche Wohl sorgte ein reichhaltiges Buffet sowie ein roter Spätburgunder und ein Roséwein aus der Auvergne. Die passenden Begrüßungsworte und Worte des Dankes sprachen die Vertreter der beiden Partnerschaftsausschüsse und der Gemeinde, wobei Alfons Klöckner erstmals als Bürgermeister auftrat.

Er konnte mitteilen, daß der Gemeinderat Niederwerth beschlossen hat, im nächsten Jahr einen Pontaumur-Platz einzurichten, wozu er schon jetzt die offiziellen Vertreter von Pontaumur herzlich einlud.

Ein Volvic-Stein sollte diesen Platz verschönern, der bei diesem Besuch auch in Volvic ausgesucht und bestellt wurde. Als Überraschung wurde beim Fußballspiel eine Gedenktafel des Deutsch-Französischen Jugendwerks mit Europawappen und der Aufschrift Partnerschaft Pontaumur-Niederwerth enthüllt.

Nachdem bei unserem Besuch zu Ostern in Pontaumur der Volvic-Stein für den Pontaumur-Platz in Niederwerth ausgesucht und bestellt worden war, wollten unsere Freunde uns mit der Überbringung des Steines zum Schützenfest im gleichen Jahr überraschen. Dies vertrauten sie Matthias Kesselheim an, der die Sache auch bis Anfang Juli für sich behielt. Dann wurde eine amtliche Bestätigung seitens der Gemeinde für den Zoll erforderlich, so daß die Geheimhaltung nicht mehr möglich war.

Am Schützenfestsamstag kamen André Quinty, Quino Arrieta und Gérard Faure gegen 15.00 Uhr dann mit dem Stein bei uns an. Abends, beim Umzug der Schützen, wurde der Stein erstmals der Bevölkerung vorgestellt und die drei Überbringer offiziell begrüßt. Während eines Umtrunks für alle Anwesenden bedankte sich Bürgermeister Alfons Klöckner mit einigen Worten und einem kleinen Weinpräsent bei den drei Überbringern. Diese machten uns ihrerseits eine Überraschung und zwar die Marmorplatte auf dem Stein mit den beiden Gemeindewappen und der Aufschrift ‚Partnerschaft 1977 vom Partnerschaftskomitee und den Transport mit dem Kleintransporter von der Gemeinde Pontaumur zum Geschenk.

20 Jahre Freundschaft Niederwerth-Pontaumur 1991

Dann kam das Jahr 1991. Es ist das 20. Jahr der Freundschaft Pontaumur-Niederwerth und wurde zu einem Höhepunkt der Freundschaft.

Zuerst fand ein Schüleraustausch vom 28.03. bis 03.04.1991 in Pontaumur statt. Insgesamt nahmen 48 Personen teil, wovon ca. die Hälfte Schüler waren. Für unsere Freunde war es schwierig, für eine gemischte Gruppe von 6-60 Jahren ein Programm zu erstellen. Hinzu kam noch, daß die Schüler aus Pontaumur diesmal keine Ferien hatten und somit der Zeitpunkt für unsere Freunde in Pontaumur nicht ganz glücklich war.

Wenn das Programm für den Bunten Abend vielleicht etwas mehr für Erwachsene ausgerichtet war, so kann man doch von dem Restprogramm mit Fahrt zum Viaduct des Fades, nach Clermont-Ferrand mit Besichtigung der Kathedrale und des Kalksteinmuseums, Auferstehungsmesse in deutsch und französisch, Familientag, Fußball für die Jugend (in 2 Altersklassen), Tagestour mit Besichtigung eines großen Wasserkraftwerkes und Museum für Radio und Phonotechnik sowie des Wasserschlosses ‚Château de Val nicht sagen, daß dies kein Programm für Schüler war.

Rhein in Flammen 1991

Zu diesem Ereignis hatten wir 50 Freunde aus Pontaumur zu Gast. Um 20.15 Uhr begann der Festakt mit der Enthüllung des neuen Partnerschaftsortsschildes an der Brücke (Ortseingang), wobei Bürgermeister Alfons Klöckner einige einleitende Worte sprach.

Mit Musik ging es zum Platz, wo zunächst ein kleiner Umtrunk mit Imbiß für alle Anwesenden serviert wurde. An der Festbeleuchtung und dem Fahnenschmuck der Häuser sowie der zahlreich erschienen Bevölkerung war zu erkennen, daß die Bürger von Niederwerth dieses Ereignis mit Interesse verfolgten.

Nach den Festansprachen der beiden Bürgermeister und der Vorsitzenden der Partnerschaftsausschüsse sowie den Glückwünschen vom Freundeskreis Vallendar-Cercy-la-Tour überreichte Verbandsbürgermeister Udo Bachmann eine Urkunde der Anerkennung und des Dankes vom Ministerpräsidenten des Landes Rheinland-Pfalz, Rudolf Scharping, an Aimé Roudaire von Pontaumur, dem zusammen mit Matthias Kesselheim aus Niederwerth diese Freundschaft und Partnerschaft zu verdanken ist.

Dann überreichte Bürgermeister Gironnet gleich 3 Anerkennungsurkunden, unterzeichnet vom Regierungsrat des Landes der Auvergne, Abgeordneter im Europaparlament und Präsident der République Francaise von 1974-1981, Valéry Giscard dEstaing an Matthias Kesselheim und an Bürgermeister Alfons Klöckner persönlich sowie eine Vergrößerung, die im Sitzungssaal des Gemeinderates aufgehangen werden sollte.

Am Schluß präsentierte sich noch eine Folkloretanzgruppe aus Pontaumur mit einem Trachtentanz aus der Auvergne. Die ganze Zeremonie, einschließlich dem Hissen der drei Flaggen, wurde abwechselnd von Musikstücken der Original Niederwerther Blasmusik und Gesangsvorträgen des Männergesangvereins Cäcilia Eintracht Niederwerth feierlich umrahmt. Nach diesem Auftakt gingen dann unsere Freunde mit ihren Gastgeberfamilien sowie den geladenen Gästen der Vereine und Gemeinde in den geschmückten Festsaal ‚Zur Rheinschanz, wo dann noch bis um 2.00 Uhr bei Musik und Tanz gefeiert wurde.

Auch das restliche Besucherprogramm für unsere Freunde konnte sich sehen lassen. Samstags fand die Teilnahme an der Großveranstaltung ‚Rhein in Flammen auf einem Schiff der Gilles-Flotte statt. Sonntags, den 11.08. war Fußballtag. Es spielten die Senioren, die Alten Herren und eine Damenauswahl von Niederwerth und Pontaumur. Montags fand eine Besichtigung der Burg Eltz in deutscher und französischer Sprache statt. Auf der Rückreise wurde in Winningen für 2 Stunden eine Pause eingelegt, wobei die Wirkung des Moselweins voll zur Wirkung kam. Am Dienstag (13.08.) fuhren wir mit dem Lokalboot Gilles nach Koblenz, wo man nach einer interessanten Führung durch die Altstadt im Biergarten landete. Abends, nach der Verabschiedung, setzte sich ihr Bus gegen 1.00 Uhr in der Nacht zur Heimfahrt in Bewegung. Nach dieser großartigen Begegnung befaßte sich der Partnerschaftsausschuß mit dem Brief des SVN.

Auf der Sitzung vom 05.11.1991 wurde zunächst abgesprochen, wie es ohne die Mitwirkung des SVN weitergehen sollte. Matthias Kesselheim und Wim Bähner gingen zu einer Aussprache mit dem Vorstand des SVN in das Gasthaus ‚Zur Rheinfahrt mit dem Ergebnis, daß die Freunde der Partnerschaft eine eigene Interessengemeinschaft innerhalb des Sportvereins bilden, um die Verbindung zum Deutsch-Französischen Jugendwerk über den Deutschen Sportbund aufrecht zu erhalten.

Der Partnerschaftsausschuß hat dann im weiteren Verlauf seiner Sitzung eine Vollversammlung für alle bisher Beteiligten und auch neue Interessenten auf Freitag, den 27.12.1991 abends um 19.00 Uhr im Gasthaus Schemmer angesetzt. Für die Freundschaft und Partnerschaft beginnt ein neuer Abschnitt. Die Vollversammlung am 27.12.1991 für alle Interessenten brachte folgendes Ergebnis:

· Neuer Name: ‚Freundeskreis Niederwerth-Pontaumur

· Der Freundeskreis ist eine eigenständige Interessengemeinschaft innerhalb des Sportvereins.

· Es wird ein Mitgliedsbeitrag erhoben, der für Einzelpersonen DM 12,-- und für Familien DM 25,-- inkl. Kinder bis 18 Jahre) beträgt. Das Stimmrecht in letzterem Fall gilt jedoch nur für 2 Personen.

Es waren zwar nur 35 Personen anwesend, die jedoch zum Teil Freundin und Ehepartner mit eintrugen, so daß man auf 53 Mitglieder kam. Es waren aber auch noch einige Interessenten, welche ihr Mitmachen schon signalisiert hatten, an diesem Abend jedoch verhindert waren.

Als Vereinslokal wurde das Gasthaus Schemmer vorgeschlagen und einstimmig angenommen. Für den Ausschuß, aus dem auf der ersten Hauptversammlung der Vorstand gewählt werden sollte, wurden 15 Personen vorgeschlagen. Dieser Ausschuß traf sich am 12.01.1992 im Vereinslokal zwecks Ausarbeitung einer Vereinssatzung. Die erste Vollversammlung wurde auf Freitag, den 13.03.1992 angesetzt, welche dann später wegen Terminschwierigkeiten auf Mittwoch, den 11.03.1992 vorverlegt wurde.

Auf dieser Vollversammlung wurde dann der Anfang für eine Neugestaltung gemacht. Es ist grundsätzlich keine neue Vereinsgründung, sondern eine Erweiterung dessen, was seit dem 29.07.1972 schon besteht.

Gründungsversammlung des Freundeskreises am 11.03.1992

Am 11.03.1992 fand im Gasthaus ‚Zur Rheinschanz die Gründungsversammlung des Freundeskreises Niederwerth-Pontaumur statt.

Die Vereinigung will die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Niederwerth und Pontaumur pflegen und damit zur Festigung und Vertiefung der deutsch-französischen Beziehungen beitragen.

Nachdem sich die sehr zahlreich erschienenen Besucher im Festsaal zusammengefunden hatten, konnte die Versammlung um 20.15 Uhr durch Matthias Kesselheim eröffnet werden. Er hielt noch einmal Rückschau auf die Entstehung und Entwicklung der Partnerschaft, welche offiziell auf Vereinsebene am 29.07.1972 begann.

Im Anschluß stellte nun Wim Bähner eine von Mitgliedern des Freundeskreises ausgearbeitete Satzung vor, die nach eingehender Erläuterung und Diskussion einstimmig verabschiedet wurde.

Sodann schritt man zum wohl wichtigsten Punkt der Tagesordnung, zur Wahl des geschäftsführenden und erweiterten Vorstandes. Nun standen noch einige Programmpunkte auf der Tagesordnung wie z.B. der anstehende Schüleraustausch zwischen Niederwerth und Pontaumur vom 16.-21.04.1992. Es wurden in diesem Zusammenhang einige Programmpunkte erläutert und interessante Anregungen entgegengenommen, die in den nächsten Wochen noch konkretisiert wurden.
Gegen Ende der Versammlung konnte unser erster Vorsitzender als kleines Bonbon noch die stolze Mitgliederzahl von 101 Personen präsentieren, die von den Anwesenden mit regem Beifall quittiert wurde.

Zuguterletzt wurde noch der Termin für die nächste Vorstandsversammlung beschlossen. Diese fand am Mittwoch, den 25.03.1992 um 20.00 Uhr im Gasthaus ‚Zur Rheinschanz statt.

Schüleraustausch 1992 in Niederwerth

Am 16.04.1992 konnten wir in den frühen Morgenstunden unsere jungen französischen Freunde mit Begleitern im Vereinslokal ‚Zur Rheinschanz begrüßen. Während einem kleinen Imbiß hielt unser 1. Vorsitzender Matthias Kesselheim eine kurze Willkommensansprache. Anschließend erfolgte die Verteilung in die Gastgeberfamilien.

Den Nachmittag nutzten wir zu einem gemeinsamen Besuch des Freizeitbades ‚Tauris in Mülheim-Kärlich. Am Freitagmorgen trafen sich Jung und Alt schon früh um 8.00 Uhr an der Brücke, da ein Besuch des Holiday Parks in Hassloch auf dem Programm stand.

Den Samstag nutzten unsere französischen Freunde dann zu einer Besichtigung der Fernsehstudios des Westdeutschen Rundfunks in Köln, dessen deutsch-französische Führung regen Anklang fand. Am Abend folgte nun die offizielle Begrüßung unserer Gäste aus Pontaumur. Für die musikalische Untermalung sorgte unser Mitglied Josef Maxeiner mit seinen Töchtern, für das leibliche Wohl unser Küchenchef Erich Stein.

Der Ostersonntag stand zur freien Verfügung und wurde von den Gasteltern gestaltet. Den Abend beschloß man mit einer Disco im Gasthaus ‚Zur Krone. Montagnachmittag standen nun die jüngeren Fußballer im Vordergrund. Sowohl die Blau-Weißen des Sportvereins Niederwerth als auch die Auswahlmannschaften der Gäste aus Pontaumur wußten durch ihre Spielweise vor den zahlreich erschienenen Zuschauern zu begeistern.

Gegen 21.00 Uhr traf man sich dann zur offiziellen Verabschiedung im Gasthaus ‚Zur Rheinschanz. Der Abend wurde traditionell mit dem deutsch-französischen Freundschaftslied beschlossen. Ort zahlreicher Abschiedstränen war der Pontaumur-Platz, von dem aus – mit guten Wünschen verbunden – die Heimreise erfolgte. Wir freuen uns schon jetzt auf ein Wiedersehen zum Sommerfest 1993 in Pontaumur.
 

Besuch der Landwirtschaftsschule 1993

Vom 14.-18.04.1993 hatten wir Besuch von 40 jungen Leuten der Landwirtschaftsschule Pontaumur, da sie sich ein Bild unserer Umgebung machen wollten.

Sie trafen am 14.04.1993 um 9.30 Uhr im Gasthaus Schemmer ein, wo sie bewirtet wurden. Nachmittags folgte die Besichtigung des Bauernhofes Schneider in Simmern. Am 15.04.1993 war eine Fahrt zur Landwirtschaftsschule Mayen angesagt, verbunden mit einer Wanderung um den Laacher See. Am 16.04.1993 fuhren sie mit dem Bus zum Weingut Schlagkamp in Sennheim, wo für sie eine Besichtigung mit Weinprobe arrangiert war. Auch die Cochemer Burg wurde besucht. Am 17.04.1993 empfing sie der Vallendarer Stadtbürgermeister Hellbach, welcher einen Rundgang mit ihnen durch das Rathaus unternahm. Nachmittags stand eine Altstadtbesichtigung in Koblenz auf dem Programm mit französischer Führung.

Am Vormittag des 18.04.1993 trafen die Gäste, die diese Tage in Bendorf im Hedwig-Dransfeld-Haus verbrachten, in Niederwerth ein. Es wurde die ganze Insel umwandert und anschließend traf man sich zum Mittagessen in der Grundschule (Gemeinschaftsraum). Danach fuhren alle gemeinsam zur Festung Ehrenbreitstein, wo sie die laufende Ausstellung besichtigten. Am späten Nachmittag trafen unsere Gäste wieder in der Schule ein, wo ihnen von unserem Chefkoch Erich Stein noch ein Abendessen serviert wurde. Gegen 20.00 Uhr traten sie ihre Heimfahrt nach Pontaumur an. Sicherlich werden sich alle an die schönen Tage in unserer Umgebung gerne erinnern.

Fahrt nach Pontaumur vom 15.-19.07.1993

Am Donnerstag, den 15.07.1993 starteten wir um 22.00 Uhr zu unserer diesjährigen Fahrt nach Pontaumur. Insgesamt nahmen ca. 60 Personen an der Fahrt teil. Nach langer Fahrt trafen wir am Freitag gegen 9.00 Uhr in Pontaumur ein. Es fand eine Begrüßung durch unsere französischen Freunde in der Landwirtschaftsschule statt. Danach erfolgte die Quartierverteilung in unsere Gastgeberfamilien.

Um 17.00 Uhr trafen sich alle am Rathaus und wir gingen in den neuen Park, wo von Niederwerth und Pontaumur je ein Friedensbaum gepflanzt wurde. Ebenfalls wurde eine Gedenkplatte enthüllt, um an diese Freundschaft und an den Frieden zwischen den beiden Völkern zu erinnern. Aus diesem Anlaß sprachen der Vizepräsident des Landes der Auvergne, Monsieur Liebermann, die Bürgermeister Gironnet und Klöckner und die beiden Vorsitzenden der Freundeskreise, Matthias Kesselheim und Gérard Faure.

Monsieur Liebermann, Stellvertreter des Präsidenten der Auvergne, Giscard dEstaing, überreichte an Bürgermeister Alfons Klöckner sowie an Matthias Kesselheim ein Geschenk der Landesregierung. Anschließend wurde ein Apéritif gereicht. Abends traf man sich wieder in der Landwirtschaftsschule, wo ein auvergnischer Abend an einem reich gedeckten Tisch stattfand. Nach kurzer Begrüßungsansprache wurden Gastgeschenke ausgetauscht. Es wurde bis spät in die Nacht gefeiert.

Am Samstag hatten wir morgens genug Zeit um auszuschlafen. Am Nachmittag stand dann auf dem Fußballplatz das Freundschaftsspiel Niederwerth-Pontaumur an. Unsere Mannschaft unterlag mit 4:3 Toren trotz starkem Aufgebot und der verständlichen Konditionsschwäche. Die Gegenspieler erhielten von uns als Erinnerungsgeschenk ein Weizenbierglas mit dem Emblem unserer Freundschaft (samt Inhalt). Nach dem Spiel wurden noch verschiedene Apéritifs und 120 Liter Bier in gemütlicher Runde getrunken.

Am Samstag begann um 22.00 Uhr mit dem großen Feuerwerk das diesjährige Sommerfest. Sonntags trafen wir uns um 11.00 Uhr in der Kirche zur Messe für alle Freunde der Partnerschaft. Gegen Mittag ging es dann zum Sportplatz, wo Hammel am Spieß angesagt war. Drei Hammel hingen seit 6.00 Uhr in der Frühe über dem Feuer. Besonders auffallend betätigte sich der Pastor, der an ca. 150 Personen Käse verteilte.

Der Montag stand unseren Gastgebern zur freien Verfügung, wobei man den ein oder anderen Besuch machte, um alte Freunde zu begrüßen. Am Abend trafen wir uns alle um ca. 22.00 Uhr im Festsaal, wo sich offiziell verabschiedet wurde. Gegen Mitternacht traten wir die Heimreise an. Dieser Besuch wird uns wie immer in guter Erinnerung bleiben.

Fahrt nach Pontaumur 1994

Wieder einmal war der Freundeskreis Niederwerth-Pontaumur zu Gast in Pontaumur. Es war ein Schüleraustausch vom 31.03.-06.04.1994. Die Fahrt verlief wie immer zügig und ohne Probleme über die Strecke der Autobahn bis Chalon-Sud und dann eine gut zu befahrende Landstraße bis Pontaumur. An der Fahrt nahmen 30 Schülerinnen und Schüler, eine Gruppe Jugendlicher (20-25 Jahre) sowie Begleitpersonen teil.

Nach Ankunft wurden wir in der Landwirtschaftsschule begrüßt, wobei es eine stärkende Brotzeit gab. Anschließend wurden wir in die Quartiere verteilt. Trotz einer kleinen Änderung im Programm (wetterbedingt) kamen doch alle auf ihre Kosten. Freitags war ein Bunter Abend mit Musik und reichlicher Verpflegung in der Landwirtschaftsschule angesagt. Gastgeschenke der Vereine und Gemeinden wurden ausgetauscht und die Vertreter beider Vereine wünschten einige angenehme Tage der Freundschaft.

Der Höhepunkt der Tage war zweifellos die Fahrt am Ostermontag zum Futuroscope in Poitiers. Frühmorgens, als die ersten Hähne krähten (4.30 Uhr), wurde schon abgefahren. Nach gut 2 Stunden Fahrt machten wir in einem kleinen Restaurant direkt an der Straße eine Frühstückspause. Dort waren wir angemeldet und die Tische waren für gut 80 Personen gedeckt. Danach hatten wir noch eine gute Stunde Fahrt vor uns bis wir das Ziel erreichten. Die Gruppe Niederwerther und der französischen Freunde war 85 Personen stark. An die Niederwerther wurden funkgesteuerte Sprachübersetzer verteilt. Zwei Hostessen führten uns durch die moderne Filmwelt des Futuroscopes. Um 12.30 Uhr legten wir eine Mittagspause ein. Die Gastgeberfamilien hatten uns Lunchpakete mitgegeben.

Am Nachmittag ging es noch durch drei Filmsäle und gegen 15.30 Uhr hatten wir alles gesehen. Die Schülerinnen und Schüler vergnügten sich noch an kleinen Spielattraktionen wie Boote-, Wasserradfahren und ferngesteuerten Autos. Um 18.00 Uhr traten wir die Rückreise an und gegen 22.00 Uhr waren wir wieder in Pontaumur. Interessant war auch der Besuch in der Schule, wo man sich dienstags für das ausgefallene Fußballspiel auf dem Schulhof mit dem Ball amüsieren konnte.

Bei der Verabschiedung am Dienstag waren alle guter Laune und man hatte den Eindruck, daß auch alle zufrieden waren. Für das schlechte Wetter konnte man natürlich keinem die Schuld geben. Zum Schluß hieß es bei allen ‚Auf Wiedersehen, bis bald an Rhein in Flammen in Niederwerth.

Französische Woche vom 12.-16.08.1994 in Niederwerth

Nachdem Schülerinnen und Schüler aus Niederwerth über Ostern die französische Gastfreundschaft genossen hatten, kamen nun die französischen Freunde von Pontaumur zu Rhein in Flammen zum Gegenbesuch. Es waren überwiegend Jugendliche, was man als positives Zeichen bewerten kann. In den letzten zwei Jahren ist bei offiziellen und auch privaten Begegnungen ein deutlicher Generationswechsel festzustellen. Die Gründer des Freundeskreises sehen darin ihr Ziel, diese Freundschaft an ihre Kinder und Enkelkinder weiterzugeben, bestätigt.

Nach der Ankunft am Freitag gegen 9.00 Uhr morgens am Pontaumur-Platz folgte eine kurze Begrüßung mit Frühstück im Vereinslokal Schemmer. Anschließend wurden die Gäste von den Gastgeberfamilien abgeholt. Nachmittags galt es dann sich von der Fahrt etwas zu erholen und Ruhe vor dem Sturm zu genießen, der sich dann abends im vollbesetzten Saal ‚Zur Rheinschanz voll entfaltete.

Nach kurzer Begrüßung durch Verein und Gemeinde wurde ein reichhaltiges kaltes Buffet (angerichtet von Erich Stein) serviert. Hierzu war auch Herr Hellbach (1. Vorsitzender des Freundschaftskreises Vallendar-Cercy-la-Tour) mit einer Abordnung eingeladen. Bei dieser Gelegenheit bedankte er sich noch für den kleinen Empfang durch das Comité de Jumelage bei seinem Besuch in Pontaumur.

Danach brachte Josef Maxeiner mit seinen Töchtern den Saal mit Musik- und die Tanzgruppe des Niederwerther Karnevalsvereins mit einer Tanzeinlage in Hochstimmung, die dann auch bis 1.30 Uhr in der Nacht anhielt.

Der Höhepunkt der Tage war zweifellos die Großveranstaltung ‚Rhein in Flammen, inmitten eines Schiffskorsos von 75 Schiffen. Die meisten Gäste sahen dieses Spektakel erstmalig und kamen aus dem Staunen nicht mehr raus.

Montags stand eine gemeinsame Tagesfahrt mit dem Bus und einigen PKWs nach Köln auf dem Programm. Hier wurden das Stollwerck-Museum und der Dom besichtigt, anschließend bummelte man durch die Altstadt.

Dienstags, der letzte Tag des Aufenthalts, fand ab 17.00 Uhr auf dem Sportplatz ein Familiennachmittag statt. Für Speisen und Getränke hatte der Freundeskreis gesorgt. So stieg die Stimmung bei Boule und Fußballspiel zusammen mit den Gastgeberfamilien von Stunde zu Stunde. Als die Stimmung gegen 22.00 Uhr auf dem Höhepunkt war, hieß es plötzlich den Bus zur Heimfahrt zu besteigen. Das Verabschieden fiel wirklich schwer. Mit Sicherheit nahmen sie von den Tagen in Niederwerth die besten Eindrücke mit.

Fahrt nach Pontaumur vom 04.-09.04.1996

Am Donnerstag, den 04.04.1996 startete der Freundeskreis um 22.00 Uhr zu seinem diesjährigen Treffen nach Pontaumur. Der Bus der Firma Griesar wurde von unserem bewährten Fahrer Manfred Hahn gefahren. Es war zwar etwas anstrengend, nach unserer Ankunft am Freitag gegen Morgen, gleich am ersten Tag ein reichhaltiges Programm zu absolvieren. Es ist jedoch nur in der Nacht möglich, das Fahrziel in knapp 10 Stunden Fahrtzeit zu erreichen.

Nach unserer Ankunft erfolgte eine kurze Begrüßung mit ausgedehntem Frühstück. Danach gab es Gelegenheit, sich etwas auszuruhen. Abends um 22.00 Uhr fand im Festsaal ein Abend mit Musik und Spezialitäten aus der Auvergne statt. Wieder übertrafen die Gastgeber alle unsere Erwartungen.

Da aufgrund der geringen Teilnehmerzahl keine Fußballmannschaft zustande kam, wurde samstags der sportliche Wettkampf im Boulespiel ausgetragen. Am Nachmittag hatte die Feuerwehr aus Pontaumur zu einer Besichtigung mit anschließendem Umtrunk eingeladen. Am Abend ging man gemeinsam um 22.00 Uhr zur Auferstehungsmesse.

Das Sonntagsprogramm wurde von den Gastgebern organisiert und manch einer sah Pontaumur von einer anderen Seite. Am Montag war eine Busfahrt zum Skigebiet Le Mont-Dore angesagt, wo wir auch in einem Gebirgsdorf den als Heimatmuseum ausgestatteten Bauernhof der Madame Antoinette Chaumard besichtigten. Zur Führung und den Filmvorträgen erhielten wir eine schriftliche Übersetzung in deutsch. Die Führung wurde von allen Anwesenden aufmerksam und mit Interesse verfolgt.

Am Morgen des Dienstag traf sich der Partnerschaftsausschuß von Pontaumur und der Vorstand des Freundeskreises Niederwerth (anwesend waren 5 Personen) zu einem Abschlußgespräch im Gemeindehaus. Man konnte feststellen, daß die Freundschaftstage in Pontaumur für beide Seiten zufriedenstellend verlaufen waren.

Nachmittags folgten wir einer Einladung des Kreistagsabgeordneten Maurice Battut ins Kreistagsgebäude nach Clermont-Ferrand. Im großen Sitzungssaal des Kreistages wurden uns Informationen über die Arbeit und die Reichweite des Kreistages Puy-de-Dôme vermittelt. Mit einem kleinen Umtrunk schloß man die Runde.

Zur offiziellen Verabschiedung traf man sich um 21.00 Uhr im Festsaal. Mit einem großen ‚Dankeschön an alle Gastgeber und einem ‚Auf Wiedersehen im nächsten Jahr zum 25-jährigen Freundschaftsjubiläum in Niederwerth wurde sich von den Freunden in Pontaumur verabschiedet. Pünktlich um 23.00 Uhr setzte sich der Bus in Richtung Niederwerth in Bewegung, wo wir am frühen Morgen alle wohlbehalten ankamen.

 

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